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Porsche Design will am Jurasüdfuss eine neue Uhrenproduktion aufbauen - Solothurn Kanton - Solothurn

Porsche Design will am Jurasüdfuss eine neue Uhrenproduktion aufbauen Der 41-jährige Patrick Kury – hier noch bei der Eterna – ist Geschäftsführer der neu gegründeten Porsche Design Timepieces AG. Archiv Quelle: Hanspeter Bärtschi Die Porsche Design Group will am Jurasüdfuss eine eigene Entwicklung und Produktion für die Porsche-Uhren aufbauen. Solothurn steht im Fokus. Bis Ende 2014 wird die neue Niederlassung rund 15 Mitarbeitende beschäftigen. von Franz Schaible Tweet   Ähnliche Themen Porsche und Eterna verkünden das Ende ihrer Zusammenarbeit Aktualisiert am 10.03.14, um 18:34 von Andreas Toggweiler Schweizer Design mit «innovativen und klugen Lösungsansätzen» Aktualisiert am 13.06.14, um 11:46 Wie die Städte am Jurasüdfuss mit dem Boom umgehen Aktualisiert am 01.06.14, um 18:56 von Andreas Toggweiler Kommentare (1)

Uhren Das könnten gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Kanton Solothurn sein. Die Porsche Design Group richtet ihr Geschäft mit Luxusuhren neu aus. Dazu gründete das deutsche Uhrenunternehmen die Schweizer Tochtergesellschaft Porsche Design Timepieces AG, wie Mediensprecher Christian Weiss auf Anfrage erklärt. Damit betritt Porsche aber nicht etwa Neuland.

Replik-Uhren Denn bis vor kurzem entwickelte und produzierte die Grenchner Eterna AG für Porsche im Rahmen eines Lizenzvertrages Uhren unter der Marke Porsche. Die beiden Unternehmen haben die Vereinbarung in vergangenen Frühling nach 16 Jahren wie berichtet beendet (siehe Kasten). «Wir wollen das Geschäft mit hochwertigen Uhren aber fortführen», so Weiss weiter.

beste Replik-Uhren Solothurn im Vordergrund

Replik-Uhren zum Verkauf Wo genau die Porsche Design Timepieces AG ihren Sitz haben wird, sei noch nicht definitiv bestimmt, hält Weiss fest. Porsche spricht bloss «von der Region Jurasüdfuss». Einiges deutet aber auf den Standort Solothurn hin. Denn in Stelleninseraten auf der Homepage der Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft mbH & KG werden bereits Mitarbeitende für die Schweizer Tochterfirma gesucht – mit Arbeitsort Solothurn. Christian Weiss, darauf angesprochen, will sich nicht festlegen. Es spreche zwar einiges für Solothurn, aber «der finale Entscheid» sei noch nicht gefallen. Grenchen werde es eher nicht sein.

Replik-Uhren Produktion im Aufbau

beste Replik-Uhren Wie auch immer, für die Region wäre mit dem Namen Porsche sicherlich ein Imagegewinn verbunden. Und die Gefahr eines plötzlichen Wiederwegzugs, wie beim global tätigen Sportartikelhersteller Puma aus Oensingen, ist sicherlich kleiner (wir berichteten). «Wir setzen auf hundert Prozent Swiss Made», versichert Porsche-Sprecher Weiss. Die Schweizer Tochter zeichne künftig für die Entwicklung und Produktion der Porsche Design-Uhren verantwortlich. «Wir planen mittel- bis langfristig den Aufbau eigener Produktionskapazitäten.»

In einem ersten Schritt – für den Bau der ersten eigenen Uhrenmodelle – will Porsche hinsichtlich der technischen Umsetzung, des Prototypenbaus und der Fertigung mit «einem Schweizer Traditionsunternehmen zusammenarbeiten». Es handle sich dabei nicht um Eterna. «Da haben wir mit der Auflösung des Lizenzvertrages einen klaren Schnitt gemacht», hält Weiss fest.

Auch an der Entwicklung sei Eterna nicht beteiligt. «Das Design, die Entwicklung und Konstruktion erfolgen komplett durch Porsche Design.» Komponenten, wie beispielsweise Zifferblätter und Zeiger, würden bei führenden Zulieferern aus der Schweiz eingekauft. Die Porsche-Design-Uhrenmodelle seien mit einem mechanischen Chronographenwerk Valjoux 7750 ausgestattet. Diese werden im waadtländischen Les Bioux hergestellt. Die ehemalige Valjoux SA gehört seit längerem zur Swatch-Tochter Eta.

15 Arbeitsplätze bis Ende Jahr

Bereits im vierten Quartal 2014 will Porsche Design mit dem Verkauf der ersten eigenen Uhrenserie starten. Deren Vermarktung und Vertrieb soll über die Porsche Design Group mit Sitz in Ludwigsburg erfolgen. «Die beiden ersten eigenen Uhrenmodelle werden in einer limitierten Auflage von jeweils 500 Exemplaren auf den Markt kommen», blickt Weiss nach vorne. Bis Ende Jahr soll die Porsche Design Timepieces AG rund 15 Mitarbeitende beschäftigen.

Geschäftsführer der neuen Tochtergesellschaft ist mit Patrick Kury kein Unbekannter. Der gelernte Uhrmacher mit Meisterprüfung war während sechs Jahren Technischer Direktor bei der Eterna, bevor er im Herbst 2011 deren Geschäftsleitung als CEO übernahm. Nur anderthalb Jahre später, im Frühling 2013, verliess Kury Eterna. Im Zusammenhang mit dem Neuanlauf von Porsche lässt sich Kury in einer Medienmitteilung wie folgt zitieren: «Mit der neuen strategischen Ausrichtung besinnen wir uns ganz bewusst auf die Wurzeln der Porsche Design-Uhren.»

(az Solothurner Zeitung)